FAQ

Fusionsprojekt

Werden die Gemeinden gezwungen, beim Projekt Grossfreiburg mitzumachen?

Nein. Es war der Wunsch der neun Gemeinden, die in der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs beteiligt sind, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Im Januar 2017 beantragten die Gemeinden Corminboeuf, Givisiez, Freiburg und Marly dem Staatsrat, den Fusionsprozess einzuleiten. Der Staatsrat fragte die anderen Gemeinden an und berücksichtigte schliesslich diejenigen Gemeinden der Agglomeration Freiburg, die daran interessiert sind, das Fusionsgebiet auszumachen. Die Gemeinden Pierrafortscha, Grolley und La Sonnaz, die ebenfalls interessiert waren, aber nicht Mitglied der Agglomeration Freiburg sind, erhielten den Status von Beobachtern in der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs.

Fusionsprojekt

Steht der Entscheid über das Fusionsprojekt schon im Vorneherein fest?

Nur das Vorgehen steht fest. Für alles andere muss die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs eine detaillierte Fusionsvereinbarung ausarbeiten. Die Delegierten der Gemeinden diskutieren über Dienstleistungen, Infrastrukturen, politische Organisation und Verwaltung sowie auch über Steuern und Gebühren. Ihr Projekt wird in Vernehmlassung geschickt, anschliessend werden die Einwohnerinnen und Einwohner der betroffenen Gemeinden darüber abstimmen. Es ist also noch alles möglich.

Fusionsprojekt

Können auch die kleinen Gemeinden mitreden?

Von den insgesamt 36 Delegierten der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs kommen 26 Delegierte aus den Gemeinden um die Stadt Freiburg. Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs sieht es als eine der grossen Herausforderungen an, das Projekt um die Idee einer Stadt zu gestalten, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dabei soll das Gleichgewicht zwischen Stadt und Land fortbestehen und Minderheiten sollen respektiert werden. Es ist aber klar, dass die Kantonshauptstadt das Zentrum dieses Projekts darstellt.

Fusionsprojekt

Wird die zukünftige Gemeinde also Grossfreiburg heissen?

Nein, der Name der Gemeinde steht noch nicht fest. Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs muss nicht nur über den Namen, sondern auch über das Wappen der neuen Gemeinde entscheiden.

Prozess

Wie viel kostet der Fusionsprozess und wer bezahlt dafür?

Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs verfügt in den Jahren 2018 bis 2020 über ein jährliches Budget von 400'000 Franken. Die Hälfte bringt der Kanton Freiburg auf, die andere Hälfte finanzieren die Gemeinden der Region.

Prozess

Kann sich die Bevölkerung schon vor der abschliessenden Abstimmung einbringen?

Ja, im 2018 organisiert die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs drei Diskussionsforen zu den Themen wirtschaftliche Entwicklung, sprachliche Identität und Lebensqualität. Die Einwohner sind in diesen drei Cafés dazu eingeladen, ihre Inputs zum Projekt einzubringen. Ab Herbst 2018 bietet zudem ein Blog mit dem Titel «Sprechen wir über Identität!» Freiwilligen aus der Zivilgesellschaft die Möglichkeit, sich an der Diskussion über die Identität der Gemeinde zu beteiligen. Und schliesslich ist im Reglement eine mögliche Vernehmlassung für das Jahr 2019 geplant.

Prozess

Kann sich eine Gemeinde aus dem Fusionsgebiet zurückziehen?

Ja, eine Gemeinde kann sich aus dem Projekt zurückziehen und aus dem provisorischen Gemeindegebiet ausscheiden. Ebenso kann sich eine weitere Gemeinde am Projekt beteiligen und das provisorische Gemeindegebiet ergänzen. Die konstituierende Versammlung Grossfreiburgs kann das provisorische Gemeindegebiet anpassen.

Finanzen

Wie hoch wird der neue Steuersatz sein?

Der Steuersatz wird von der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs festgelegt. Bevor dieser bestimmt wird, müssen sich die Delegierten ein genaues Bild über die finanzielle Situation von jeder Gemeinde machen. Im Anschluss sollen sie eine Steuerpolitik vorschlagen, die den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen ermöglicht und die der Gemeinde gleichzeitig die notwendigen Mittel einbringt, damit sie ihre Ambitionen bezüglich Dienstleistungen und Infrastrukturen umsetzen kann. Dabei ist zu beachten, dass die Steuerpolitik einerseits aus dem Steuersatz, andererseits aus verschiedenen Abgaben besteht.

Finanzen

Hat die Fusion den Abbau von Stellen in der Verwaltung zum Ziel, um Geld einsparen zu können?

Das Gemeindepersonal ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Fusion. Die Arbeitsgruppen der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs werden in dieser Hinsicht drei Empfehlungen befolgen. Die Beschäftigung aller Gemeindemitarbeitenden wird im Rahmen der Fusion garantiert, die Angestellten werden so früh wie möglich in die Überlegungen zur neuen Organisation der Gemeindeverwaltung einbezogen und es wird mit den Angestellten über ihre Fähigkeiten und Wünsche bezüglich ihrer Rolle in der neuen Organisation gesprochen.