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05.12.2018 |
Sitzungen

Berichterstattung der Arbeitsgruppen

An der Plenarsitzung der konstituierenden Versammlung Grossfreiburgs vom 5. Dezember 2018 berichteten die Arbeitsgruppen über die Fortschritte ihrer Arbeiten. Jede von ihnen bot eine Übersicht über ihre aktuell wichtigsten Vorschläge. Die kompletten und detaillierten Berichte werden im April 2019 veröffentlicht.

Eine zugängliche, ausbildende und einladende Verwaltung
Die Gruppe «Verwaltung» schlägt eine Verwaltung vor, die über bediente Schalter, im Internet und sogar über Dienstleistungen zu Hause für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich ist. Die fusionierte Gemeinde soll Lehrstellen, Plätze für die berufliche Integration und Weiterbildungsangebote anbieten. Der Empfang und die Professionalität der Verwaltung sollen besondere Beachtung finden. Im Personalwesen werden bewährte Praktiken angewendet, um das Personal miteinzubeziehen.

Optimierte technische Bewirtschaftung
Die Gruppe «Technik» schlägt vor, den Energierichtplan der Gemeinde zu optimieren und das höchste «Energiestadt»-Label zu erlangen. Sie empfiehlt eine vereinheitlichte und vereinfachte Bewirtschaftung der Flüssigkeits- und Energienetze. Harmonisierung und Koordination lauten die Schlagworte beim Abfallmanagement und in der Bekämpfung von Littering. Die Gruppe schlägt vor, den Unterhalt und die Sanierung des Verwaltungskapitals der Gemeinde zu optimieren. Die Gebäude sollen bewusst genutzt und sinnvoll zugeteilt werden. Die Präsentation der Gruppe schloss mit einer offenen Frage: Wäre Grossfreiburg nicht auch ohne Feuerwehrersatzabgaben denkbar?

Der öffentliche Raum fördert Geselligkeit und ist sicher
Die Gruppe «Unterhalt» regt eine dezentrale Organisation an, die dem Personal Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Spiel- und Sportplätze: Der öffentliche Raum soll so gestaltet werden, dass die Geselligkeit und das Sicherheitsgefühl gefördert werden. Zudem sollen die vorhandene Natur geschützt und Grünflächen in der Stadt gefördert werden.

Bürgernahe Leistungen 
Die Gruppe «Schule und Gesellschaft» schlägt vor, die Nähe der Infrastrukturen und Dienstleistungen zu erhalten. Letztere sollen harmonisiert werden; gleichzeitig sind die bestehenden Qualitäten und Quantitäten zu bewahren. Das Angebot der Dienstleistungen sollte in einem zentralen Verzeichnis erfasst werden, damit sich die Bevölkerung besser informieren kann. Die Gruppe schlägt zudem ausreichende und qualitativ hochstehende ausserfamiliäre Betreuungsangebote vor, die altersgerecht und angemessen sind. Darüber hinaus könnte ein starker Fokus auf eine echte Kinder- und Jugendpolitik gelegt werden. Die Gruppe schlägt vor, sportliche und kulturelle Aktivitäten zu unterstützen. Der gesellschaftliche Zusammenhalt, die Lebensqualität und der Zugang zu Wohnraum sind zu sichern und weiterzuentwickeln, beispielsweise mit generationenübergreifenden und multifunktionellen Quartierzentren.

«Freiburg – Stadt der Geschichte und der Flüsse»
Die Gruppe «Entwicklung» empfiehlt, Freiburg als «Stadt der Geschichte und der Flüsse» zu positionieren. Damit verbunden sind der Schutz und die Betonung der natürlichen Ressourcen, eine Annäherung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten sowie eine kontrollierte Verdichtung. Die Gruppe schlägt vor, den motorisierten Individualverkehr zu begrenzen, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten und den Langsamverkehr zu fördern. Die Infrastruktur und die Dienstleistungen für die Durchführung von Events sowie für die Beherbergung von Touristen sind zu stärken. Schliesslich schlägt die Gruppe vor, das Image von Freiburg als Stadt der Studierenden und der Innovation zu schärfen sowie die Wirtschaft zu entwickeln und zu stärken.

Politische Behörden
Die Gruppe «Politik» empfiehlt, dass die fusionierte Gemeinde über einen Generalrat mit 80 Milizmitgliedern verfügen soll, die im Proporzsystem gewählt werden. Dabei würde jede ehemalige Gemeinde einen Wahlkreis bilden. Die neun Wahlkreise würden vorübergehend für die ersten beiden Legislaturen nach der Fusion eingerichtet. Die Gruppe schlägt zudem einen Gemeinderat mit sieben vollamtlich tätigen Personen vor, die ebenfalls im Proporzwahlrecht gewählt würden. Sie könnten maximal drei Legislaturen im Amt bleiben. Für die Wahl des Gemeinderates würde die fusionierte Gemeinde vorübergehend zwei Wahlkreise bilden. Die Gruppe empfiehlt ausserdem die Gründung von lokalen Kommissionen, die als Bindeglied zwischen der Bevölkerung und den Behörden dienen.

Eine zweite offizielle Amtssprache
Die Gruppe «Geschichte und Identität» schlägt vor, Deutsch als zweite offizielle Amtssprache der fusionierten Gemeinde anzuerkennen. Das bedeutet nicht, dass einer Personengruppe oder dem Gemeindepersonal das Beherrschen beider Sprachen auferlegt wird. Vielmehr geht es darum, jeder einzelnen Person die freie Wahl zu lassen. In den Augen der Gruppe sollen Eltern die freie Wahl haben, ihre Kinder im obligatorischen Schulsystem in eine deutschsprachige oder in eine französischsprachige Schule zu schicken. Ausserdem soll auch im obligatorischen Schulsystem eine zweisprachige Ausbildung eingerichtet werden. Die Gruppe schlägt vor, die Zweisprachigkeit von frühester Kindheit an zu fördern und eine Delegierte oder einen Delegierten für Zweisprachigkeit zu ernennen. Sie schlägt vor, dass die fusionierte Gemeinde den Namen Freiburg tragen wird. Die Namen der anderen Gemeinden werden weiterhin für die Bezeichnung der Ortschaften benutzt.

Shortlists der Arbeitsgruppen